LVHK Salzburg 
Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg

Felsbrückenhöhle

Auch die 7. Forschungstour führte in die Südteile der Felsbrückenhöhle, nämlich genau dorthin, wo Tour 5 endete, in den BereichAiolos- Labyrinth / Obelix / Zebragang. Wie schon bei Tour 5 war die Neulandausbeute auch diesmal sehr gering. So konnten gerade einmal 66 m kleinräumige und unbedeutende Seitengänge entdeckt und dokumentiert werden. Es scheint wohl nicht die lukrativste Ecke der Felsbrückenhöhle zu sein!

Trotzdem war es eine schöne 12 Stunden- Tour. Nachdem Tami und Klaus bereits vor ca. 4 Wochen ihren Einstand in der Felsbrückenhöhle feiern konnten, nahm an dieser Tour eine weitere Salzburgerin, Sabine, aktiv an den Forschungen teil.   

Die neue Gesamtlänge der Felsbrückenhöhle liegt nach dieser Tour bei 9626 m. Langsam aber stetig geht es auf die 10 km zu…

Samstag, 20.8:

Trotz einer etwas unruhigen Nacht sind am nächsten Morgen, gegen 7 Uhr 30 alle putzmunter auf den Beinen. Ein schnelles Frühstück und dann, den bereits am Vorabend gepackten Schleifsack oder Rucksack geschnappt und es kann um kurz nach 9 Uhr losgehen.

Auch heute ist das Wetter ideal, Regen ist erst gegen Abend gemeldet.

Gegen 10 Uhr sind wir am Eingang und nach dem üblichen Ausschwitzen geht’s  um 10 Uhr 30 rein.

Endlich darf auch Sabine über die Schönheit der Felsbrückenhöhle staunen, für alle anderen Teilnehmer ist die Tour zum Forschungspunkt fast schon Routine.

Unterwegs wird wieder einmal ein Seil getauscht, diesmal am 5 m- Abstieg in die Trichterhalle. Am Tisch im Aiolos- Labyrinthsortieren wir uns kurz, deponieren dort  5 neue, kurze Seile und nehmen für heute benötigtes Material auf.

Kurz vor dem Obelix trennen wir uns: Steffen, Sabine und Klaus wollen den Seitengang im obersten Bereich des Zebragangserkunden, während Tami und ich einen flachen Seitengang auf der Südostseite, unmittelbar vor dem Obelix, vermessen wollen.

Dieser flache Gang endet nach etwa 25 m ansteigend im Verbruch. Hier ist an einigen Stellen zwar deutlicher Luftzug auswärts zu spüren, dieser dürfte jedoch aus dem Zebragang stammen, der nur wenige Meter südlich von Westen nach Osten verläuft.

Weiter geht es für uns zum Seitengang des Zebragangs, den die anderen bereits erkundet und eingebaut haben.

Dabei handelt es sich um eine Querverbindung zwischen Zebragang und dem Gang oberhalb des Schwarzen Lochs. Diese wird jedoch am Ende, unterhalb eines 5 m tiefen Schachts, durch einen weiteren Schacht unterbrochen, der nur mit Seilhilfe gequert werden kann. Dieser Schacht führt in eine enge, parallel verlaufende Unterlagerung von unbedeutender Ausdehnung, die wir daher nicht vermessen haben. Während Tami und ich die Querverbindung vermessen und danach die Seile wieder ausbauen, machen sich die anderen auf den Weg zum Schwarzen Loch um den grossen Canyon, oberhalb des Lochs einzubauen.

Als Tami und ich fertig sind, wollen wir nachkommen, finden aber den Weg, trotz intensiver Suche nicht. Letztlich beschließen wir ganz oben im Zebragang zu warten, in der Hoffnung dass den anderen unser langes Ausbleiben komisch vorkommt und uns einer sucht. Irgendwann kommen sie alle. Der alte, scheinbar sehr interessante Canyon ist vorerst wieder ausgebaut, zieht jedoch weiter in die Tiefe. Schnell werden noch einige kurze Anschlüsse vermessen, dann machen wir uns auf den Rückweg.

Gegen 22 Uhr 30 sind wir alle wieder draussen. Abends hat es wohl geregnet, doch jetzt ist es zum Glück wieder trocken, aber sehr schwül.

Bald ist die Röth erreicht und es geht ans Kochen! Nudeln mit Hackfleischsauce steht heute auf dem Speiseplan und zum Nachspülen gibt es eine Flasche Limes. Mit vollen Bäuchen fallen wir schließlich in die Schlafsäcke. Nachts regnet es nochmals. 

Klein Slowenien (alle Bilder Frank Schlöffel)

Sonntag, 21.8:

Heute geht es etwas gemütlicher zu. Nach dem Ausschlafen, folgt ein ausgiebiges Frühstück, bevor die Ausrüstung verstaut und die Rucksäcke gepackt werden. Der abschließende Rundgang durch die Hütte bestätigt: alles bestens!

Auch das Wetter zeigt sich wieder von seiner besseren Seite. Gegen Mittag sind wir an den Autos.

Tami, Puschlcanyon, alle Bilder und Bericht, Frank Schlöffel